Eine Kette, die man im Sommer ablegen muss, ist im Sommer keine Kette. Deshalb sind Kette und Metall bei uns wasserfest. Was das heißt, wo die Grenzen liegen und welche fünf Dinge im Sommer wirklich zählen.
Wasserfest bedeutet: Sterlingsilber 925 und 14K Goldgefüllt nehmen von Süßwasser keinen Schaden. Die Goldschicht ist so dick und fest mit dem Kern verbunden, dass Duschen, Regen und ein Sprung ins Meer ihr nichts anhaben. Was Wasser dagegen mitbringt, Salz, Chlor, Sonnencreme, bleibt als Film zurück und will abends abgespült werden.
Die Steine der Signature Kollektion sind ebenfalls wasserfest, mit zwei Einschränkungen: Malachit bleibt lieber trocken, und die Perlen der Perla Kollektion hältst du vom Wasser fern, ihre Kette nicht. Dazu kommt die Sonne, die einigen Quarzen die Farbe nimmt, und der Sand, der viele Steine ritzt.
Was den Sommer aushält
Beide Metalle vertragen Wasser. Die Kette der Perla Kollektion ebenfalls, nur die Perle selbst nicht. Ihr Perlmutt ist weich und nimmt Cremes und Salz übel.
„Das Meer hat noch keine unserer Ketten kaputt gemacht. Das Handtuch mit Sand schon eher.“
I. Schmuck im Sommer: was Wasser wirklich macht.
Süßwasser ist harmlos. Salzwasser trocknet als Kruste auf Kette und Stein, Chlor greift Silber langsam an und lässt es dunkel werden. Beides ist kein Grund, die Kette am Strand abzulegen, sondern ein Grund, sie abends unter den Wasserhahn zu halten: lauwarm abspülen, mit einem weichen Tuch trocknen, fertig. Wer das macht, sieht dem Silber den Sommer nicht an.
Schweiß ist der stillere Gegner. Er enthält Schwefelverbindungen, und Schwefel ist es, was Silber anlaufen lässt. Im Sommer geht das schneller als im Winter. 14K Goldgefüllt läuft kaum an, Sterlingsilber 925 wird mit dem Poliertuch in einer Minute wieder hell. Wie das genau geht, steht im Beitrag Silber richtig pflegen.
II. Sonne: welche Steine verblassen.
Die Farbe vieler Quarze steckt nicht in einem Farbstoff, sondern in sogenannten Farbzentren, winzigen Störungen im Kristallgitter, die Licht schlucken. Ultraviolettes Licht kann diese Zentren über lange Zeit auflösen. Betroffen sind vor allem Amethyst und Rosenquarz, auf Dauer auch Citrin. Sie verblassen nicht an einem Nachmittag, aber über viele Sommer in der prallen Sonne.
Was das praktisch heißt: Tragen ist kein Problem, Liegenlassen schon. Eine Amethyst Kette, die den ganzen Tag auf dem Handtuch in der Sonne liegt, bekommt mehr UV ab als eine, die am Hals hängt und in den Schatten mitgeht. Lege die Kette zur Pause in die Tasche, nicht auf das Handtuch.
Aquamarin, Bergkristall, Granat, Peridot, Rubin, Smaragd und Mondstein kennen das Problem nicht. Sie verblassen nicht.
Fünf Dinge, fünf Antworten
Salz, Chlor, Creme, Schweiß und Sand: Keines davon beschädigt Kette oder Goldschicht. Aber jedes hinterlässt etwas, und Sand kratzt. Das Abendritual dauert zwei Minuten.
III. Sand, Creme und Hitze.
Was der Sand zerkratzt
2,5 bis 4,5
Perle
Weit unter Sand, deshalb trocken und getrennt aufbewahren
3,5 bis 4
Malachit
Weich und wasserscheu
5 bis 6
Türkis
Stabilisiert, verträgt keinen Sand
6 bis 6,5
Mondstein · Labradorit
Feldspat, zudem spaltbar
7
Sand · Amethyst · Bergkristall
Quarz kratzt Quarz, wenn er reibt
9
Rubin
Sand ritzt ihn nicht, ebenso wenig Aquamarin und Smaragd
Mohshärte im Vergleich zu Quarzsand. Was unterhalb der 7 liegt, wird von Sand zerkratzt, was auf der 7 liegt, bei Reibung ebenfalls.
Sand besteht aus Quarz und hat die Mohshärte 7. Alles, was weicher ist, kann er zerkratzen: Perlen, Malachit, Türkis, Mondstein und Labradorit, auch Amethyst und Bergkristall, die genauso hart sind wie er. Ein Stein, der im Sand liegt oder in der Tasche neben Sand reibt, bekommt matte Stellen. Deshalb: Kette in ein Tuch oder ein Fach, nie lose in die Strandtasche.
Sonnencreme ist kein Angreifer, sondern ein Schleier. Sie legt sich auf Stein und Metall und nimmt dem Stein das Licht. Die Reihenfolge am Morgen ist deshalb: erst die Creme, einziehen lassen, dann die Kette. Abends lauwarmes Wasser, ein Tropfen milde Seife, weiches Tuch. Kein Ultraschall, kein Dampf, für keinen unserer Steine.
Hitze mögen die wenigsten Steine, schnelle Temperaturwechsel keiner. Smaragd ist geölt, Türkis stabilisiert: Sauna und anschließendes kaltes Tauchbecken sind für diese beiden tabu. Für alle anderen gilt: Was dir zu heiß ist, ist dem Stein zu heiß.
IV. Der Sommer in Zahlen.
Was die Kette aushält
Das Abendritual
1
Abspülen
Lauwarmes Wasser, bei Creme ein Tropfen milde Seife
2
Trocknen
Weiches Tuch, auch in die Glieder der Kette
3
Polieren
Silber bei Bedarf kurz mit dem Poliertuch
4
Wegpacken
Getrennt, trocken, nicht neben Sand
Warum es im Atelier nicht egal ist
Vier Dinge, die den Sommer leicht machen.
01
Wasserfest im Alltag.
Sterlingsilber 925 und 14K Goldgefüllt halten Duschen, Regen und Meer aus. Perle und Malachit trägst du trocken, das steht auch auf ihren Produktseiten.
02
Behandlungen offen gelegt.
Smaragd geölt, Aquamarin wärmebehandelt, Türkis stabilisiert, Rubin behandelt. Du weißt, welcher Stein Hitze meiden soll.
03
Leichte Anhänger.
Steine von 8 bis 10 mm ziehen nicht am Nacken und stören beim Schwimmen nicht.
04
Eine Kette, die glatt liegt.
Feingliedrig, mit quadratischen Gliedern, die eng ineinandergreifen. Nichts, was sich im Handtuch oder im Haar verfängt.
Der Sommer ist die Zeit, in der eine Kette am meisten getragen wird und am wenigsten Pflege bekommt. Beides ist in Ordnung, solange abends zwei Minuten bleiben: abspülen, trocknen, wegpacken. Im September sieht die Kette dann aus wie im Mai.
Tragen, abspülen, weitertragen.
— Carola
Alle Ketten sind wasserfest, in Sterlingsilber 925 und 14K Goldgefüllt. Perle und Malachit trägst du trocken.
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